AHOI 2013 DIE SECHSTE

Grade kam eine e- mail von einem gewissen Olaf W. aus K. : “ Hey, cool, ihr seid ja schon in Portsmouth!“ Stimmt.

Wie schön, dass Ihr alle so mit uns reist!
Aber von vorne: Dover als Stadt ist nicht unbedingt eine Reise wert, vorne am Hafen hui, hinten pfui… Also am nächsten Tag weiter, immer an der Wand, äh Küste entlang. Nächster Hafen war Eastbourne, bis dahin waren es 46 Meilen mit nettem Segelwind. Wir kamen bei Niedrigwasser an, man fährt eine Kurve in den Hafen und staunt: wo ist das Wasser hin? Rechts und links nur Schlick, in der Mitte eine Pfütze. Schock! Doch man musste sich nur trauen: Die Pfütze war die Mini-Fahrrinne bis zur Schleuse und von hinten drängelte ein Fischerboot mit ordentlich Speed. Eigentlich soll man laut Hafenführer “ just hang around in the outer Harbour“ bis die Lichter an der Schleuse grün werden, aber da war kein Platz mehr zum aroundhängen. Der Fisherman pushte. Also bei roten Lichtern direkt in die offenstehende Schleuse rein ( so schnell hab ich noch nie Leinen und Fender klargemacht) und hinter uns der Fischer. Gab nachher eine sanfte Rüge vom Hafenmeister, der aber unser Vorgehen eingesehen hat. Der Fischer dürfte auch eine Rüge kassiert haben, möglicherweise weniger sanft. Vier Meter weiter oben öffnet  sich dann das Schleusentor zur Einfahrt in eine Luxus-Marina, vor allem die Duschen!
Der Hafen hat mehrere Nebenhäfen und ist eine riesige Seniorenresidenz am Wasser. Komplett vor einigen Jahren aus dem Dünensand gestampft, designed von dem gleichen Filmarchitekten, der auch den Film „Die Truman-Show“ ausgestattet hat. Das ist der sauberste und bestgepflegte Ort in ganz Großbritannien. Hier gibt es nur wohlhabende und besonders wohlhabende Menschen. Letztere errichten auf künstlichen Hügeln eine Landhausvilla mit eigenem Hafen vor dem Garten, äh Park. Krasser hätte der Kontrast zu Dover nicht ausfallen können.
Am nächsten Morgen mit Hochwasser aus der Schleuse, dieses Mal völlig entspannt, und weiter Richtung Brighton. Dazu mussten wir erst mal um ein Felsnase herum, den „Beachy Head“, da bläst es noch ordentlich und mit zwei Meter Welle war’s sportlich, aber nach einer Stunde Sport ging es locker weiter nach Brighton. Vorbei an den berühmten „Seven Sisters“, eine Kreidefelsenformation aus sieben Hügeln. Beinahe hätten wir sie übersehen, aber fotographisch festgehalten sind sie. Brighton hatte hauptsächlich „Hafenkino“ für uns zu bieten, weil wir schon bald wieder abgelegt haben, aber nächstes Mal schau ich es mir genauer an!
Heute war dann noch ein wunderschöner Segeltag bis Portsmouth, ganz nach meinem Geschmack, mit Sonne und Rückenwind. In der Spitze hatten wir über 9 Knoten auf der Uhr, aber ohne Aufregungen, einfach nur klasse. Vor Portsmouth kann man noch deutlich sehen, dass hier der wichtigste Hafen der britischen Marine war und ist. Von hier ging 1944 die Invasion aus. Man sieht immer noch Geschütztürme und Forts und Bunker und das eine oder andere Kriegsschiff fährt auch durch die Gegend. Und so wären wir wieder am Anfang des Berichts – ja, wir sind schon in Portsmouth! Wo wir auch morgen noch bleiben bzw. aroundhängen werden.
Wer alle Ahois nochmal nachlesen will, der kann das auf der neu entstehenden Website tun: syflorentine.wordpress.com. Ist noch nicht ganz fertig designt, aber unser persönlicher Webmaster Jakob stellt schon mal alle Ahois online.
Bis zum nächsten Ahoi liebe Grüße von Euren Florentinern
Ärmelkanal 019
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