AHOI 2013 No. 12 oder auch Adieu

Die 27 Meilen von Guernsey nach Jersey waren erst mal geruhsam. Mit Hochwasser aus dem Hafen raus, dann drei Stunden am Waitingpontoon, bis die Strömung einigermaßen passte. Anfangs konnten wir noch segeln, dann schlief der Wind ein, dafür nahmen die Welle und die Strömung zu. Erstmals hatten wir einen Anflug von Atlantikwelle, ca. 2 1/2 Meter hoch, aber langgezogen mit etwa 15  sec. Abstand, seeeehr chillig. Spannend war dann die Strömung um Jersey herum, teils gibt es richtige Strudel, das Wasser sieht aus, als ob es kocht. Das klingt jetzt aber bedrohlicher, als es in Wirklichkeit ist.

Der Hafen von Jersey ist auf den ersten Blick nicht so toll, auch die Einfahrt ist hier nicht durch den Harbour Master geregelt, so dass alle drängeln, vor lauter Angst, sie müssten vielleicht draußen bleiben. Das Ambiente vom Boot aus betrachtet ist auch nicht berauschend. Als ich mich dann beim Anleger auch noch auf den Hosenboden gesetzt hatte (und das nach vier Wochen perfekter An- und Ableger!) hatte Jersey erst mal verloren. Es bekam aber heute noch eine Chance, allerdings nur eine!

Die hat Jersey aber genutzt. Wir sind wieder mal mit dem Linienbus rund um die Insel gefahren, und haben viele Villen und andere bescheidene Anwesen gesehen. Jersey ist nochmal einen Tick reicher und französischer, wieder Hortensienbäume und enge Straßen, die zum Teil von Bäumen wie eingetunnelt werden. Es gibt auch riesige Buchten mit Sandstränden und – wie schon in Belgien, an der französischen Küste und auf den anderen Kananlinseln – viele Bunkeranlagen mit Militärmuseen, die an die deutsche Besatzung im 2. Weltkrieg erinnern. Die Innenstadt selbst ist ein Shopingparadies. Persönliches Highlight ist die alte Markthalle. Ein Fest für die Sinne, dass einem beim Bummeln das Wasser im Munde zusammenläuft. Ich bin versöhnt.

Ja und morgen muss ich leider abmustern, aber Andreas und Klaus-Peter werden an meiner statt darauf Acht geben, dass Peter nicht vom rechten Kurs abkommt…
Peter obliegt es jetzt, die Berichterstattung fortzusetzen.

Mit leiser Wehmut verabschiedet sich von EuchÄrmelkanal 153

Kathrin, Smutje, Fenderfrau, Navigateuse und Kommunikationsoffizierin

Redigiert, ergänzt und freigeben durch den Captain

Ärmelkanal 146

 

Ärmelkanal 149

Ärmelkanal 154

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