GAST-AHOI 2013 No. 01

Liebe Ahoi-Gemeinde,

nach Kathrins Abmusterung blieb es aus dieser Quelle bisher ruhig. Die neue Crew fand neben seemännischer Fortbewegung und interkulturellen Studien nur noch Zeit für das Auffüllen verbrauchter Energiespeicher.
Die neue Crew (Andreas und Klaus-Peter) wurde auf Jersey empfangen von Peter, Regen, einem Begrüßungs-Cidre noch vor der Passkontrolle und von Kathrin, die leider durch die Scheibe zwischen Ankunft und Abflug von den Neuankömmlingen getrennt wurde. Viel haben die Neuen dann auch von Jersey nicht gesehen. Am nächsten Tag lockte die See.
Guernsey ist ohnehin schöner. Da es nun kräftig wehte und die Bojen vor Alderney dafür wenig geeignet schienen, blieb ein Hafentag für Inselseeing und die besagten interkulturellen Studien. Für letztere haben wir uns das Albion-House ausgeguckt, weltweit und ever der Pub, mit dem geringsten Abstand zu einer Kirche. Wir haben alles getestet, was dort gezapft wird und einiges, das es nur in Flaschen gibt. Seit dem wissen wir, dass Bier auch nach Kaffee schmecken kann und das Golden Drawn gar kein Bier ist, sondern schon wieder Cidre. Das mit Abstand übelste Getränk aber ist Liberation-Ale, vermutlich eine späte Rache an den Besatzern von einst.
Dieses Thema ist entlang des Kanals ohnehin allgegenwärtig. Fast schon penetrant reihen sich Monumente und Museen. Allerdings haben wir den Menschen dort dafür viel Grund geliefert, inklusive Evakuierung und Lager. Wir haben das Liberation-Ale vor diesem Hintergrund und zur Abschreckung hingenommen.
Die Tiden sind unser Freund. Nach Cherbourg ging es mit freundlichem Schiebestrom. Der Ort wirkt zunächst wenig spannend, verbirgt aber dahinter Shopping-Möglichkeiten und einen tollen Markt. Wir empfehlen den Stand mit Montagne-Käse plus Schinken. Der Verkäufer hat uns zwar womöglich geschröpft, aber erstens war er unterhaltsam und zweitens: Echt lecker, delicious oder magnifique oder wie immer das in dieser babylonisch verwirrten Region heißt.
Ein langer Schlag nach Boulogne sur mer, 145 Seemeilen in 12 Stunden von Mittag bis Mittag. Eine tolle Seenacht, trocken, kaum Seegang, sternenklar. Gebe es AIS nicht, dann müsste diese optische Anzeige aller Schiffe auf dem Kartenplotter unbedingt erfunden werden. Nur einmal waren wir echt umzingelt und mussten kräftig ausweichen. Boulogne geht optisch gar nicht. Wer sich allerdings aufmacht in die Altstadt wird entschädigt. Vor der Erfindung des Beton war das eine tolle Stadt.
Inzwischen liegen wir in Calais, direkt vor einer Kirmes, so dass wir unsere Studien fortsetzen können. Morgen geht Andreas von Bord. Schade, das war es dann mit den drei Mann auf einem Boot.
Liebe Grüße an Bekannte und Unbekannte Leser,
Peter, Andreas und (Klaus-) Peter
Ärmelkanal 213      Ärmelkanal 257
Ärmelkanal 189  Ärmelkanal 208
Liberation Ale
Ärmelkanal 210  Ärmelkanal 225
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