GAST-AHOI 2013 No. 02

Ahoi aus Amsterdam!

Die Meilenfressertage liegen hinter uns. Wir haben wie geplant bis zum angekündigten Schlechtwettertag und ungünstigen Winden die Binnenreviere erreicht. Auf dem Weg dahin mussten wir bei schwachem Wind aus Florentine oft die MS Florentine machen. Segeln macht mehr Spaß, immerhin erleichtert am Abend die Erkenntnis, dass das Brummen im Ohr doch der Diesel und nicht der Tinnitus verursacht hat.
Für ein wenig Unterhaltung haben wir küstennahe Kurse gewählt und uns die belgische Baukunst aus der Nähe angesehen. Die Belgier kommen offenbar aus einem Teufelskreis nicht heraus. Weil Meerblick begehrt ist, bauen Sie ihre Küste vielgeschossig zu. Weil nur das Wohnen in diesen Burgen den Blick auf deren Fassade erspart, wachsen die Wohnmauern weiter.
Das schönste an Blankenberge ist daher der Aldi in Hafennähe. Es sei denn man steht darauf, sich von einer drittklassigen Solosängerin in einer abgeschabbelten Strandbar versichern zu lassen, dass das Leben immer noch ein Kabarett ist. Im Erdgeschoss der Wohnburgen warten ungemütliche Kneipen, der Strand davor ist parzelliert und kommerziell durchgeplant.
Ein Highlight auf dem weiteren Weg nach Norden ist die Querung der Einfahrt nach Rotterdam mit obligatorischer Anmeldung per Funk beim Maas Entrance. Wir sind gut durchgeflutscht und mussten wenig ausweichen. In Scheveningen wartet eine attraktive Hafenumgebung, leider auch die Tradition, Besucher rückwärts in ein Minibecken zu pferchen, aus dem die frühen Ankömmlinge dann erst nach allen anderen wieder herauskommen. Wir kamen spät und hätten uns nur noch mitten in die Flotte pressen können. Wir haben uns statt dessen für die Suche nach dem letzten freien Liegeplatz entschieden und hatten nach enger Hafenrundfahrt Glück (toll so ein Bugstrahlruder).
Weniger Glück hatte ein Hafennachbar am nächsten Morgen. Erst beschädigte er ein fremdes Boot, dann legte er zur Schadensregelung ausgerechnet neben uns an und verpasste auch Florentine noch ein paar Schrammen. Nichts wirklich Schlimmes, ärgerlich aber sehr wohl.
Uns blieb vor der Weiterfahrt Zeit für Tourismus. Per Straßenbahn ging es durch die Repräsentationsviertel von Den Haag und nach Delft. Ein toller Ort nicht nur, wenn man Kitsch aus Porzellan liebt. Am Nachmittag dann ließen wir uns ein letztes Mal vom Gezeitenstrom schieben bis nach Ijmuiden, dem seeseitigen Hafen von Amsterdam.
Heute also Kanalfahrt im Regen durch Amsterdam. Jenseits der Schleuse trafen wir die Nis Randers unseres Freundes Mike auf Gegenkurs, allerdings mit unbekannter Crew. Mal sehen, ob uns das Wetter im Sixt Haven stoppen lässt, oder Weiterfahrt bis Marken zulässt. Nach soviel Sonne können wir ein paar Tropfen Regen ertragen.
Liebe Grüße, Peter und (Klaus-) Peter
Ärmelkanal 248
so sieht es in Amsterdam auf dem AIS aus….
Ärmelkanal 250
und so in natura, man kann wirklich trockenen Fußes durch den Hafen
Ärmelkanal 262   Ärmelkanal 269
und zum Schluss noch Edam
Ärmelkanal 271
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