Vogelfrei

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Es ist soweit: seit 12:00 MESZ ist auch Kathrin nicht mehr in Amt und Würden.

Die Kollegen aus dem Gesundheitsamt haben mir einen würdigen und liebevollen Abschied bereitet – mit mehrstimmigen Gesängen und AHOI-Brause. Da ließ sich das eine oder andere Tränchen nicht verdrücken. War eine schöne Zeit, Dortmund ist mir eine zweite Heimat geworden.

 

Jetzt beginnt das große Packen und das große Wegwerfen.

Peter fährt am Wochenende wieder zu Florentine, um weiter an Kurzwellenanlage, Radar und Windgenerator zu basteln, wie schon vor 10 Tagen, tatkräftig unterstützt von unserem LI Andreas. Florentine schwimmt zwar schon, aber noch steht der Mast nicht und auch der Geräteträger ist nocht nicht ganz fertig. Mal sehen, wie weit der Werftmaster bis Samstag gekommen ist, so langsam wirds Zeit…. Muss ja auch alles noch ausprobiert werden. Der neue Nanni-Motor springt jedenfalls schon mal an, ob und wie er auch Fahrt macht, muss noch getestet werden. Gestern kam die Kupferfarbe, mit der Teile der Bilge gestrichen werden, um eine Erdung für das Kurzwellengerät zu schaffen. Puffteuer, das Zeug, da darf kein Tropfen verschwendet werden. Wir haben schon überlegt, ob Blattgold eventuell billiger wäre 🙂

In unserer Wohnung, die erfreulicherweise verkauft ist, sieht es aus, als ob der Gerichtsvollzieher da war. Auf den meisten Möbeln, Lampen, Küchengeräten kleben rote, gelbe, blaue und grüne Punkte – unsere vier Kinder durften aussuchen, was sie haben wollen. War eine superlustige Aktion und so müssen wir kaum was wegwerfen und nicht zu E-bay-Powersellern werden.

Über Ostern werden wir mit diversen Möbeln nach München fahren, bei der amerikanischen Botschaft vorsprechen wegen eines Langzeitvisums und überall nochmal Winke-Winke machen. Wenn wir dann zurückkommen, ist die Wohnung hoffentlich ganz leer bis auf die Plünnen, die mit aufs Schiff sollen. Apropos Langzeitvisum: wir sind gespannt auf das Interview in der Botschaft. Die Beantragung desselben war schon mal ein hochbürokratischer Akt, für den Peter geschlagene vier bis fünf Stunden am Laptop verbracht hat. Unter anderem wird doch wirklich gefragt, ob man terroristische Absichten hat – kein Aprilscherz – wir fragen uns, was wohl passieren würde, wenn man diese Frage mit ja beantworten würde? Außerdem wollen die Amis auch die Namen der längst verstorbenen Großeltern wissen und ähnlich relevante Dinge.

Wir melden uns bald wieder an dieser Stelle, wenn neue Häkchen an der To-Do-Liste gemacht sind….

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