Die Nähmaschine

Zurück in Dortmund nach einem wunderbaren Osterwochenende in München. Neffe Dennis hat derweilen die Wohnung endgültig ausgeräumt. Die Fahrt verlief problemlos, wenn man davon absieht, dass wir nach einer halben Stunde festgestellt haben, dass wir die Pässe in Dortmund liegen gelassen hatten. Also bei Lüdenscheid klar zur Wende und zurück auf Start. Immerhin noch besser, als wenn wir das ganze erst in Würzburg gemerkt hätten.

Alle Möbel sind verteilt, die USA-Visa sind beantragt, was erstaunlich problemlos ging. Man hat uns sogar ein 10-Jahres-Visum versprochen. Jetzt lehnen wir in der leeren Wohnung an den Fensterbänken mangels anderer Sitzgelegenheiten und warten auf den Briefträger, der unsere Pässe bringen soll. Geputzt haben wir schon und es wartet nur noch ein großer Haufen Zeug, das mit aufs Schiff soll. Unter anderem die Nähmaschine, über deren Verbleib wir etwas uneins sind. Ich persönlich halte das gute Stück für unverzichtbar für Polsterbezüge, Sonnensegel, Kissen etc. Unter sengender Sonne soll ja alles so schnell verschleißen… Und überhaupt, wenn ich mir so ansehe, was wir alles an Werkzeug und Ersatzteilen spazieren fahren, da kann doch wohl so eine klitzekleine Nähmaschine noch mit, zumal sie meiner Ansicht nach auch in die Kategorie Werkzeug einzuordnen ist. Der Käpt’n ist da anderer Meinung, schon aus Platzgründen. Richtig blass wurde er, als Freund Bernd uns spaßeshalber seine ungenutzte Nähmaschine als Ersatz- bzw. Zweitmodell anbot.

Endgültig wird sich ihr Schicksal wohl beim Autopacken entscheiden, denn was da nicht mehr reinpasst, passt auch nicht mehr aufs Schiff. Sagt der Käpt’n.

Drückt mir die Daumen!

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3 Antworten zu “Die Nähmaschine

  1. Liebe Katrin,
    das Ding muss mit. Ich stelle mir nämlich jetzt schon vor, wie du mit deinem Maschinchen auf dem Vorschiff sitzt und dem schwitzenden Käpt’n ein schickes Sonnenhütchen aus einem bunten Baumwolltüchlein tackerst. Davon hätte ich dann gerne auch ein Bewegtbild.
    Beste Grüße
    Malte

  2. Meine kinder wollten wissen warum man nicht mit Nadel und Faden nähen kann. Haben die Seeleute vor paar hundert Jahren doch auch so gemacht ;))
    Und woher nimmst du den Strom für die Maschine?
    Peter könnte ja mit radeln selbigen erzeugen, oder??
    Bin seeeehr gespannt wie das nun ausgeht!!!
    Liebe Grüße Steffi und Co

  3. Moin ihr Zwei,
    habe soeben in der WR den Bericht über euer geplantes Abenteuer einer 10-jährigen Weltumsegelung gelesen. Hut ab ! Bin selber gebürtiger Dortmunder und seit mehr als 25 Jahren auf eigenen Planken, überwiegend in den nordischen Gewässern, unterwegs. Zu einer Weltumsegelung wird es wohl leider nicht mehr reichen.
    Ich wünsche euch eine tolle Zeit auf den Weltmeeren. Möge Neptun euch stets wohlgesonnen sein und seine schützende Hand über euch halten ! Nicht vergessen: Neptun sollte bei Törnantritt ein Schluck aus der Buddel gereicht werden, um ihn “ bei Laune“ zu halten und „eine handbreit Wasser unterm Kiel“ sollte ebenfalls stets bedacht werden. Ein mitfühlender und mitleidender Nachbar aus Dortmund.
    Horst

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