Kathrin und Peter bei den Galliern

 

Trebeurden 09

Ganz Frankreich hat Wie-Fieh. Ganz Frankreich? Nein! In einem kleinen Ort hoch im Nordwesten der Bretagne leben die Gallier in der Marina noch ursprünglich und ohne Netzanbindung. Dafür sitzt im Hafenbüro von Trébeurden (ursprgl.: Troubadix) Gutemine, die uns einen Spezialpreis für drei Tage macht, dem wir nicht widerstehen können. Die Hafeneinfahrt fällt wieder mal trocken bei Ebbe, der Hafen ist durch eine Sillkante geschützt und hier fährt man durch ein Tor, bei dem eine Schwelle rauf- und runtergefahren werden kann. Gibt interessante Strömungswirbel bei Öffnung, wenn als erstes die Motorbootfahrer drüber brettern und plötzlich um 30 bis 40 Grad ungewollte Richtungsänderung hinnehmen müssen. Hafenkino vom feinsten, wer braucht da Wie-Vieh?

Trebeurden 10

Freitag, der 13. Ist Wasch- und Flicktag, zerrissene Hosen werden fast wieder wie neu…

Trebeurden 01

Samstag machen wir uns auf in den Ort zum Einkaufen. Es gibt einen großen Supermarkt . Sightseeing fällt aus, weil es nichts zu sehen gibt. Außerdem ist der Ort noch relativ ausgestorben, ist ja auch noch Vorsaison. Erst im Juli und August, während der französischen Nationalferien, kehrt hier Leben ein. Die vielen noblen Anwesen über der Küste und die landestypischen Granithäuser mit gepflegten Gärten sind noch unbewohnt, die Sandstrände leer.

Trebeurden 04

Trebeurden 03

Trebeurden 02

Aber wir stellen fest, dass wir am richtigen Ort sind – es gibt eine Menge Hinkelsteine, gebildete Leute sagen Menhire dazu. Teils in freier Wildbahn, teils (von Obelix angeschleppt?) in den Gärten.

Trebeurden 05

 

Trebeurden 08

Sonntag dann Abreise nach Roscoff, einmal 16 sm über die Bucht rüber, mit raumem Wind, Sonne und Schiebestrom ein Katzensprung von zweieinhalb Stunden. Unterwegs fiel die Logge aus, wohl etwas Seegras drunter, und kam erst beim kräftigen Gasgeben gegen die Welle kurz vor dem Hafen wieder in Gang, als wir einer manövrierenden Fähre ausweichen mussten. Hier in Roscoff gibt es neben dem Fähr- und Fischerhafen eine funkelnagelneue Marina, die wohl offiziell erst übermorgen mit einer großen Regatta eröffnet wird. Sie wurde erst 2012 gebaut, dementsprechend ist alles sauber und neu – Duschen Note 1 – Mehr aus Roscoff und Bilder im nächsten Ahoi

Statistik:

Logge seit Heeg: 671 sm

Weg über Grund: 734,6 sm

Treguier – Trébeurden: 31 sm

Trébeurden – Roscoff: 16,9 sm

Hafengeld Trébeurden 31,- €, drei Tage 79 €, Duschen 0 € – Note 4

Hafengeld Roscoff 28 €, Duschen 0 €, Note 1

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3 Antworten zu “Kathrin und Peter bei den Galliern

  1. Ich lese eure Ahois mit Begeisterung!! Und die vielen schönen Fotos vermitteln mir das Gefühl dabei zu sein! Warum macht ihr kein Buch daraus…euer Schreibstil ist so gelungen! Dicke Umarmung an euch beide… Steffi G aus T

    • Wir sind total im Fußballfieber. Allerdings teilen wir diese Krankheit nicht mit unseren Gastgebern. Sagen wir mal so: Die Franzosen halten sich beim Coup de la Monde sehr zurück. Keine Liveübertragung in den Bars, geschweige den Public Viewing. So zumindest die Situation hier in der Bretagne. An Spieltagen mit deutscher Beteiligung reisen wir extra in den Häfen frühzeitig an, um sicherzugehen, dass wir auch eine ordentliche Internetverbindung haben. Wir haben uns bei TF1 registriert, um die Spiele live im Fernsehen verfolgen zu können. Und dann haben wir ja auch noch Familien und Freunde in Dortmund und München, und darunter sind etliche Fußballbekloppte, die uns per Mail, SMS und WhatsApp auf dem Laufenden halten.
      Herzliche Grüße
      Ihre Florentiner

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