Ein Logenplatz zum Nationalfeiertag

 

Ein anständiges Feuerwerk gehört für unsere französischen Nachbarn zu ihrem Nationalfeiertag einfach dazu.

Ein anständiges Feuerwerk gehört für unsere französischen Nachbarn zu ihrem Nationalfeiertag einfach dazu.

Wie kommen wir jemals aus dem Tetris-Päckchen wieder raus, in das uns der Hafenmeister von der Île de Ré verschachtelt hat? Am Nachmittag vor unserer eigentlich geplanten Abreise tat sich eine Lücke auf, und wir nutzten die Gelegenheit. Wir lösten spontan die Leinen im Hafen und verholten uns für die Nacht auf einen Ankerplatz vor der Insel. Damit war zumindest sichergestellt, dass wir am nächsten Morgen pünktlich mit der Flut nach La Rochelle einlaufen konnten.

Mit dem Wechsel unseres Liegeplatzes hatten wir gleichzeitig einen Logenplatz für das obligatorische Feuerwerk zum französischen Nationalfeiertag gelöst. Ach, was schreib ich da: Ein Feuerwerk? Gleich ein Dutzend Feuerwerke entbrannte mit dem Aufgang des Mondes um uns herum. An mehreren Orten auf der Île de Ré und in den unmittelbaren Küstenorten auf dem nahen Festland  brannte ab 23 Uhr der Himmel. Und damit war auch die Frage beantwortet, warum das Boot der Küstenwache den ganzen Abend um uns herum scharwenzelte. Nix Kontrolle. Die Profis wussten einfach, von welchem Platz aus, sie das Feuerspektakel am besten genießen konnten!

Ile de Re 14 Ile de Re 13

La Rochelle. Von der sagenhaften Einfahrt in den alten Hafen hatten wir zuvor schon viel gehört. Ein paar andere Segler aber offensichtlich auch. Wir waren zumindest nicht allein, als wir in den Kanal von La Rochelle einliefen. Die Hoffnung auf einen Liegeplatz in der Altstadt konnten wir damit begraben, und darum machten wir vor der Stadt einen Rechtsschwenk in die Marina Minimes. Dies ist mit 4000 Liegeplätzen der größte Yachthafen Frankreichs. Gleich in der Einfahrt gibt es einen Check-In. Dort bindet man kurz sein Boot an, bezahlt das Hafengeld, und dann wird man von einem netten jungen Mann in einem Motorboot zu seinem Liegeplatz geführt. Ansonsten hätten wir uns auch hoffnungslos verfranzt. Äh, ob der uns auch wieder abholt???? Fotografieren kann man das nicht. Man sieht ohnehin nur Masten.

Egal! Unser Liegeplatz ist gut, die Duschen sind Okay, und die nächste Boulangerie kann man in ein paar Minuten auch zu Fuß erreichen. Für die Stadtbesichtigung von La Rochelle haben wir aber mal wieder unsere Bordfahrräder auseinander geklappt (wie sind wir eigentlich früher ohne Bordfahrräder ausgekommen?) Drei Kilometer sind es am Hafen und dann am Kanal entlang in die Innenstadt und jeder Pedaltritt hat sich gelohnt. Die Stadt ist klasse! Nette Atmosphäre, sehenswerte Architektur und eine Markthalle, in der einem das Wasser im Munde zusammenläuft. Wie gut, dass wir unsere Packfahrräder vor der Markthalle geparkt hatten. Also verhungern werden wir in den nächsten Tagen nicht, wenn wir Kurs auf die Île d’Oleron nehmen.

La Rochelle 049

Die Einfahrt in den alten Hafen von La Rochelle. Zwischen den Türmen konnte früher eine Kette gespannt werdern, um die Hafeneinfahrt für ungebetene Gäste zu blockieren.

La Rochelle 051 La Rochelle 052 La Rochelle 056 La Rochelle 058

Statistik:

Logge seit Heeg: 1070sm

Weg über Grund: 1138 sm

Ile de Ré – La Rochelle: 11 sm

Hafengeld La Rochelle 29 €, die dritte Nacht ist gratis, Duschen 1 €, Note 2

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