Noch Fragen, bitte?

Die Mülltrennung und der Recyclinggedanke haben sich international durchgesetzt, wie wir im Verlauf unserer Reise durch verschiedene europäische Länder erfreut festgestellt haben.

Die Mülltrennung und der Recyclinggedanke haben sich international durchgesetzt, wie wir im Verlauf unserer Reise durch verschiedene europäische Länder erfreut festgestellt haben.

Es hat geklappt! Bolognese und Gulasch sind fertig eingekocht im Glas und werden unseren Speiseplan auf der Atlantiküberquerung bereichern. Dann haben wir im Selbstversuch eine Dose Albondigas (spanische Fleischklöße in einer dunklen Soße) mit Nudeln getestet. Ergebnis: Auch davon werden wir einige Dosen bunkern. Außerdem stehen auf unserem Speisezettel: Steinpilz-Risotto, Tortellini mit Pesto, Ratatouille mit Reis, Oliven-Tomatensauce mit Nudeln, Linsen- und Gemüsesuppe, Pfannkuchen, Kartoffelsalat, Griechischer Salat, Pasta Carbonara und viel Nascherei und Knabber für zwischendurch. Für den Fall, dass Wind und Welle den Küchenbetrieb lahmlegen, haben wir zusätzlich größere Mengen Müsli gebunkert. Verhungern sollten wir eigentlich nicht, wie man bei einem Blick auf dieses Foto erahnen mag. Das sind nur die haltbaren Lebensmittel. Den Frischeinkauf erledigen wir kurz vor Ultimo, Ende nächster Woche.

Ab einem Einkaufswert von 100,- Euro werden die Einkäufe von Super Dino direkt an die Bordwand geliefert. Diese Hürde haben wir locker übersprungen.

Ab einem Einkaufswert von 100,- Euro werden die Einkäufe von Super Dino direkt an die Bordwand geliefert. Diese Hürde haben wir locker übersprungen.

Gulasch im Glas: Der erste Eindruck ist ein guter. Wie es tatsächlich um die Haltbarkeit unserer eingekochten Fleischgerichte bestellt ist, wird sich in den nächsten Wochen auf hoher See herausstellen.

Gulasch im Glas: Der erste Eindruck ist ein guter. Wie es tatsächlich um die Haltbarkeit unserer eingekochten Fleischgerichte bestellt ist, wird sich in den nächsten Wochen auf hoher See herausstellen.

Tochter Gloria ist da schon einen Schritt weiter. „Was macht ihr eigentlich mit dem Abfall unterwegs? Doch nicht einfach ins Meer…“, erreichte uns ihre berechtigte Frage per Whats App.

Antwort: Doch! Zumindest teilweise. Organische Abfälle werden wir außerhalb der 12-Meilen-Zone über die Bordwand entsorgen. Genau so werden wir auch mit Papier und Pappe verfahren, schön klein gerissen in kleine Stücke, damit sie sich schnell zersetzen können.

Plastikabfälle (vor allem die vielen leeren Wasserflaschen) werden wir zerkleinern und in großen Abfallbeuteln sammeln, die wir bis zu unserer Ankunft in Martinique im Ankerkasten spazieren fahren. Leere Dosen und Tetrapacks werden mit Seewasser gereinigt, bis auf ein Mindestmaß geplättet und ebenfalls gesammelt. Die leeren Einmach- und Schraubgläser werden gründlich gespült und dann wieder als Vorratsgläser verwendet.

Die Lösung des Müllproblems beginnt aber eigentlich schon viel früher, nämlich beim Einkaufen und Bunkern. Umverpackungen aus Plastik und Pappe werden wir gar nicht erst mit an Bord nehmen und stattdessen vorher hier im Hafen dem vorbildlichen Recyclingsystem zu führen. Das dient übrigens nicht nur der Müllvermeidung, sondern ganz besonders der Vorsorge gegen Kakerlakenbefall. Die kleinen Krabbler verstecken sich gerne in Papier und Pappe. Aus dem gleichen Grund wird auch das Obst und Gemüse vorher auf dem Steg gewaschen, bevor es an Bord kommt.

Doch bestimmt habt ihr noch viele weitere Fragen, die unsere Vorbereitung und das Leben an Bord betreffen. Darum eröffnen wir heute die große Fragerunde. Mailt, whats-appt oder smst Eure Fragen und wir werden in einem unserer nächsten Ahois ehrlich und ausführlich antworten.

Eine Antwort aber schon mal vorab auf eine Frage, die uns bereits vor unserer Abreise mehrere dutzendmal gestellt wurde: Nein, wir gehen uns noch immer nicht an den Kragen und auch nicht auf den Geist, obwohl wir seit einem halben Jahr rund um die Uhr auf engstem Raum aufeinander hocken. Segeln ist schön und zu zweit noch einmal viel schöner. Wir genießen (fast) jede Minute zusammen an Bord. Natürlich herrscht auch bei uns schon mal dicke Luft, aber wir können uns dann schnell wieder vertragen, viel schneller als an Land.

Lanzarote 022

Die Flaggen der ARC (Atlantic Rallye for Rruisers) und unserer Atlantic Odyssey haben hier in der Marina Lanzarote Konkurrenz bekommen. Einige Yachties machen sich über uns als Teilnehmer am „betreuten Segeln“ lustig und haben jetzt handgemachte Flaggen mit Lügenbeutel Käptn Blaubär gesetzt. Motto: „Round the world and back race“. Witzig, oder?

Advertisements

5 Antworten zu “Noch Fragen, bitte?

  1. Florentine Ahoi

    Lasst euch nicht verunsichern von den heroischen Atlanitküberquerern, die großartig mutterseelenallein die dräuenden Risiken einer Weltmeerüberquerung auf sich nehmen, und die dann sicherheitshalber in eurem Kielwasser oder ztumindest in Funkreichweite hinter euch hersegeln.
    Wenn ihr die 22 Tage Bordroutine (mein Tipp) und die „Passatstörungen“ (die komischerweise immer nur nachts kommen) bewältigt habt, dann genügt es, wenn ihr euch selber auf die Schulter klopfen könnt.
    Vielleicht sehen wir uns „drüben“..

    M&S

    Ralf

  2. Good Luck

    und viele friedliche Stunden auf dem großen Teich. Falls Ihr in der Flamingo Bay ankern solltet, meldet Euch. Dann erzähle ich ich euch eine überraschende Geschichte, die ich dort erlebt habe.

    Mast und Schotbruch
    Frank

  3. Hallo Kathrin und Peter,
    wir verfolgen Eure Reise aus dem nun immer kälter werdenden Witten. Seit dem Zeitungsartikel in der WAZ verfolgt Martina Euren Blog. Für die Überfahrt in das Reich von Captain Jack Sparrow unsere besten Wünsche. Mein Name ist Roland. Derzeit bin ich mit dem Erwerb der Amateurfunklizenz beschäftigt. Da wir selbst mit „Summer Lady“, einer betagten Contessa 32, unterwegs sind und den festen Plan haben einen ähnlichen Weg wie Ihr einzuschlagen interessieren uns natürlich einige Details. Mich z.B. eure Kurzwelleninstallation, insbesondere die Erdung des Transreceivers. Ich stehe gerade vor der Entscheidung 2 Bronze-Erdungsplatten zu erwerben und würde gern wissen, wie Ihr das Problem gelöst habt. Falls Ihr auch derartige Platten benutzt wäre ein Hinweis auf deren Größe und Montageort hilfreich.
    Martina würde gerne Eure Wacheinteilung für die Atlantiküberquerung erfahren und ob Ihr unterwegs Wäsche waschen werdet und wenn ja, wie.
    Wenn Ihr uns antwortet, besteht die große Gefahr, dass wir Euch mit weiteren Fragen eindecken werden. Vielleicht habt Ihr dennoch Mut dazu.
    Fairwinds
    Martina und Roland

  4. Hallo Ihr Lieben,
    hört sich irgendwie mehr nach Gourmet-Kreuzfahrt als nach Atlantiküberquerung an 🙂 Ich werde natürlich auch noch einen Tipp abgeben, wie lange Ihr braucht. Ich muss aber noch rechnen … das dauert 🙂
    Ganz liebe Grüße
    Olaf.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s