Jetzt geht’s looos!

Roger Watson mit Kathrin beim Safety-Check an Bord von Florentine

Roger Watson mit Kathrin beim Safety-Check an Bord von Florentine

Keine 24 Stunden mehr und dann geht’s los zu unserer ersten Atlantiküberquerung. Wir sind startklar: Wasser- und Dieseltank sowie die Ersatzkanister sind randvoll gefüllt, jeder Millimeter Stauraum ist mit Lebensmitteln und Trinkwasser vollgestopft, und auch die Crew ist jetzt komplett. Unser Freund Klaus-Peter wird uns über den Atlantik begleiten und sich damit einen Lebenstraum erfüllen.

Während in den vergangenen Tagen um uns herum auf vielen Schiffen noch gewerkelt und organisiert wurde, haben wir die Zeit mit einigen Freunden in Florentines Cockpit und bei einem weiteren Landausflug genossen. Neben Klaus-Peters Frau Melanie, sind auch unsere Freunde Andreas und Ute sowie Annette und Hans-Gerd aus Essen eigens nach Lanzarote gereist, um uns morgen von der Mole aus zum Abschied zuwinken zu können. Unfassbar, extra nur für uns! Ist das nicht super???

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Probesitzen auf dem „Schwiegermutter-Stuhl“ im Jardín de Cactus, ein Kakteengarten, angelegt von César Manrique

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Kathrin und unsere Freundin Ute am Eingang zur Cueva de los Verdes, einem der längsten Lavatunnel der Welt

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Und noch ein paar Eindrücke aus der Cueva de los Verdes…

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… eine wirklich beeindruckende Höhlenlandschaft.

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Und dann hatten wir noch einen überraschenden Besuch an Bord. Barbara und Volkmar aus Dortmund begleiten uns als treue aber bislang unbekannte Blogleser seit unserer Abreise. Jetzt waren sie zufällig mit der AIDA in Lanzarote und nutzten die Gelegenheit, um uns persönlich alles Gute für unsere erste Ozeanüberquerung zu wünschen. Über diesen Spontanbesuch und die guten Wünsche haben wir uns sehr gefreut!

Was war sonst noch in den vergangenen Tagen los – außer Landausflug und nettem Beisammensein im Cockpit? Wir haben den Sicherheitscheck erfolgreich absolviert und mussten nur ein paar Kleinigkeiten nachbessern:

  1. Schiffsname auf Rettungsinsel, Blitzboje und Rettungswesten schreiben, damit in einem Notfall unsere Wasserleichen einem Boot zugeordnet und damit leichter identifiziert werden können (das ist kein Witz, sondern die offizielle Begründung!)
  2. Wir mussten Riegel an unseren Steckschotts im Niedergang zum Salon anbringen. Das sieht jetzt richtig Scheiße aus, soll aber verhindern, dass die Schotts im Falle einer Durchkenterung aus ihrer Führung rutschen und Wasser ins Innere des Schiffes dringt. (Die Verantwortlichen der Atlantic Odyssey gehen offensichtlich vom Schlimmsten aus.)
  3. Unsere alte Blitzboje musste ersetzt werden, weil Wasser eingedrungen war.
  4. Es wurde reklamiert, dass wir keine Drei-Farben-Laterne als Ersatz im Masttopp fahren, falls unsere Positionslichter auf Deckshöhe ausfallen. Dieses Problem konnten wir nicht beheben, da für diese Maßnahme bei uns zuerst der Mast gelegt werden müsste. Trotz dieses Mankos dürfen wir aber mitfahren.

Dann hatten wir Euch gebeten uns Fragen zu unserer Reise(-Vorbereitung) zu schicken. Also:

Frage: Bleibt die Flotte der Atlantic Odyssey die ganze Zeit zusammen?

Antwort: Wir fahren zwar alle gleichzeitig los, aber schätzungsweise nach einem Tag sieht man sich nicht mehr. Das beruhigende ist aber, dass die anderen nicht mehr als ein oder zwei Tagesreisen entfernt sind und mit uns über Funk weiter in Kontakt bleiben und im Notfall (relativ) schnell zur Hilfe eilen können.

Frage: Wie habt ihr medizinisch vorgesorgt?

Antwort: Bezüglich der medizinischen Versorgung sind wir bestens ausgestattet, schon seit Deutschland. Wir haben eine spezielle Notfallausrüstung für Hochseesegler an Bord, ebenso eine reich bestückte Bordapotheke.

Frage: Wie seid ihr unterwegs krankenversichert?

Antwort: Wir haben eine mehrjährige Auslandskrankenversicherung über den Trans-Ocean-Partner Preuss Versicherungen abgeschlossen. Diese kostet nur knapp 60 Euro im Monat – vorausgesetzt man hat keinen festen Wohnsitz mehr in Deutschland (sonst unterliegt man der deutschen Versicherungspflicht). Die Auslandskrankenversicherung deckt die Behandlung von akuten Erkrankungen sowie einen medizinisch notwendigen Rücktransport nach Deutschland ab. Außerdem sind wir mit dieser Versicherung auch bei einem Heimaturlaub in Deutschland für maximal sechs Wochen versichert.

Vermutlich wird dies das letzte Ahoi für die nächsten drei oder vier Wochen sein, da wir von unterwegs ohne funktionierendes Pactor-Modem und ohne Sattelitentelefon (siehe voriges Ahoi) keine Texte und Bilder senden können. Wir melden uns aber sofort, sobald wir in der Karibik angekommen sind. Dann werden wir auch den Sieger unseres Preisrätsels ehren können

Unsere aktuelle Position während unserer Atlantiküberquerung könnt ihr über diesen Link erfahren:
http://cornellsailing.com/de/sail-the-odyssey/atlantic-odyssey/2014-15/track-the-boats/

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10 Antworten zu “Jetzt geht’s looos!

  1. Hallo Kathrin, hallo Peter, ich wünsche euch für eure Überfahrt in die Karibik alles, alles Gute. Kommt gut an! Ich freu mich schon auf eure Berichte von dort! Liebe Grüße aus Haltern am See annette

  2. Ihr Lieben!
    Alles, alles Gute für den Törn, der sicher ein tolles Erlebnis werden wird. Ich beneide euch. Meldet euch bitte sobald das technisch möglich ist. Ich trinke jetzt entspannt und auch ein bisschen gespannt einen guten Roten auf euch.
    Mast- und Schotbruch,
    Euer Malte (herzliche Grüße von Sille und Toni)

  3. Ahoi Ihr beiden!
    Wollen wir doch mal schauen, ob es mit dieser Mail an Euch klappt. Prima, dass Ihr uns gestern so nett an Bord Willkommen geheißen habt. Heute auf Fuerte lesen wir Eurer vorerst letztes AHOI und wir freuen uns in 25 Tagen 21 Std. und 11 Minuten wieder von Euch zu hören bzw zu lesen.

    All die bösen Vorbereitungen auf den Notfall sind wohl wichtig, werden von Euch beiden aber hoffentlich nicht in Anspruch genommen werden müssen!!! Es soll Euch Wohlergehen und bleibt allzeitso fröhlich wir wir Euch kennen gelernt haben.

    Die guten Wünsche an Euch sind wir schon mündlich losgeworden, nun noch ein kräftiges
    AHOI von Barbara und Volkmar aus dem Althoffblock

  4. Liebe Florentiner und Gastflorentiner
    Wünsch euch fair Winds auf der Überfahrt , keine oder zumindest moderate Squalls zum Duschen und Wassersammeln.
    Habe jetzt schon Entzugserscheinungen wenn ich dran denke von euch drei wochen nichts zu lesen und zu hören.
    Habt viel Spaß und lasst es easy angehen, dann ist die Eingewöhnung in die Karibik einfacher 🙂

    So long
    Jochen und Siggi

  5. Hallo Kathrin, hallo Peter,
    ich wünsche Euch alles Liebe für eure Überfahrt, lasst euch nicht von der Technik besiegen.
    Liebe Grüße Detlef
    PS. Mittlerweile nach Dorsten verzogen.

  6. Liebe Florentiner, heute zum Sonntagsfrühstück haben wir uns intensiv auf dem Link zur Liveübertragung eurer Atlantiküberquerung ausgetobt. Es ist ja irre, wie professionell alles dargestellt wird und sich bei uns noch mehr das Gefühl entwickelt, „dabei“ zu sein. Wir verfolgen seit Oktober auch das Volvo Ocean Race, was auch spannend ist. Aber euer Törn mit den daran teilnehmenden Booten ist halt doch mehr „unsere“ Welt. Ihr zeigt uns auf, was heute alles möglich ist….., greifbar möglich ist. Wir sind angetan von eurem Blog, freuen uns über jede neue Mail und nun sogar über die Liveübertragung. Wie bei der Volvo Ocean Race schauen wir uns auch bei euch täglich die neuesten Wetterdaten von Meteoearth an. (Technik, die begeistert).
    So, nun werdet ihr bald ablegen und es heißt nur noch „Leinen los“. Wir sind in Gedanken immer bei euch.(Vergesst bitte nicht, Rasmus mit einem kleinen Schluck zu beglücken.)
    Liebe Grüße von der Spree
    Wolfgang und Katrin

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