Hafenimpressionen

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Florentine (vorn am Steg mit Dingi) an ihrem 80-Meter-Liegeplatz. Nebenan liegen gleich die Mega-Yachten.

Die Karibik ist nicht gleich die Karibik. Jede Insel ist anders. Das haben wir bereits im Verlauf unserer Reise von den Grenadinen in Richtung Norden feststellen können. Und Antigua ist noch einmal anders: Die Strände sind weißer (auch an der dem Atlantik abgewandten Ostküste) und die Hotels sind hier exklusive Resorts. Was uns aber als Segler vor allem ins Auge fällt: Die Yachten hier sind riesig und luxuriös. Man segelt hier auch nicht selbst, sondern man lässt segeln (in den wenigen Putzpausen, denn die Crews sind den ganzen Tag lang nur mit dem Feudel im Einsatz).

Die komplette Infrastruktur in English Harbour und im benachbarten Falmouth Harbour ist ausschließlich auf Megayachten ausgerichtet. Nicht eine der vier Marinas bietet Liegeplätze in Florentines Zwergengröße an. Um unseren Wassertank aufzufüllen, mussten wir trotzdem nach ein paar Tagen vor Anker eine dieser Luxus-Marinas ansteuern. Im Antigua Yachtclub wurde uns nach viel Bitte-Bitte für eine Nacht Asyl gewährt – an einem Steg, der normalerweise für eine 80-Meter-Yacht vorgesehen ist. 62 US-Dollar haben wir für die Übernachtung bezahlt. Wasser gab es aber keins. Die Inselregierung hatte dem Hafen komplett das Wasser abgedreht (Wassernotstand oder eine offene Rechnung? Keine Ahnung!). Den Landstrom konnten wir auch nicht nutzen. Die Steckdosen an Land waren für uns ein paar Nummern zu groß. Dafür konnten wir im Ort aber unsere Gasflaschen füllen lassen.

Hier ein paar Eindrücke von unserem Luxus-Asyl:

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Hafenrundfahrt mit dem Dingi durch English Harbour

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Unser Ankerplatz in der Freemann Bay vor English Harbour

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Nelson’s Dockyard in English Harbour. Die Dockanlagen stammen aus dem 18. Jahrhundert und wurden liebevoll restauriert. Die Anlage hat heute einen musealen Charakter.

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Über der Bucht von English Harbour gibt es nette Einfamilienhäuser und luxuriöse Hotel-Resorts.

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Der Antigua Yachtclub in Falmouth Harbour. Das Clubhaus hat einen rustikalen Charakter – aber nur rein äußerlich. Hier ist der pure Luxus zu Hause. Überall wuselt Security herum. Die Bordköchinnen werden mitsamt ihrer Einkäufe im Golfcart zum Schiff geshuttelt.

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Jede Yacht in Falmouth Harbour, die etwas von sich hält, verfügt über eine Unterwasserbeleuchtung.

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Florentine (im Vordergrund) profitierte von der Lightshow ihres Nachbarn.

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Neben den Megayachten liegen die „Spielzeuge“ der Superreichen. Hier der Volco Ocean Racer „Maserati“.

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Dieses Beiboot hat etwa die Größe von Florentine – und dürfte auch genau so viel kosten.

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Minimalistisches Jollendesign in der 60-Meter-Klasse. Eine Wally.

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Die vergangenen vier Tage haben wir in Jolly Harbour verbracht. Hier können wir uns mit unserer Bootsgröße auch wieder sehen lassen, denn die Megayachten müssen wegen ihres großen Tiefgangs draußen bleiben (Ätsch!). Zunächst haben wir draußen in der Bucht in einem großen türkisfarbenen Pool geankert. Als der Wind zulegte haben wir uns tiefer in die Lagune an eine sichere Mooring-Tonne verholt. Auch von hier ein paar fotografische Eindrücke:

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Typische kleine Ferienvilla mit eigenem Anleger in Jolly Harbour.

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Ein Amphibien-Fahrzeug für den Strandausflug parkt direkt vor der Terassentür. Der Liegeplatz kann per Lift versenkt werden.

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Türkisblaues Wasser in der Bucht vor Jolly Harbour. Ein Ankerplatz wie in einem großen Swimmingpool.

Morgen geht es in aller Frühe weiter in Richtung Norden nach St. Martin mit einem Zwischenstop in St. Barts.

 

Statistik:

English Harbour/Falmouth Harbour – Jolly Harbour: 18 sm, Hafengeld: 25 $ (Boje), Dusche 4

Logge gesamt seit Heeg: 6651 sm

 

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3 Antworten zu “Hafenimpressionen

  1. Hej ihr Glücklichen, falls ihr von Panama noch Bock auf 3600sm Pazifik habt. Pitcairn Isls sucht neue Bewohner, Land wird verschenkt 😉
    ich versuche nachzukommen, Gruß aus Kiel, WOlfgang

  2. Ja, das ist der Unterschied zwischen Yachtsmen und Yachties.. aber wir können unsere Spielzeuge wenigstens selber skippern. Ist mir auch lieber so. LG Jens SY Snugata

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