Mann über Bord???

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Als der Starkwind endlich abflaut, machen wir uns mit unseren Freunden Siggi und Jochen von Antigua aus auf den Weg nach Norden. Barbuda muss leider ausfallen, da der Wind genau gegenan steht. So geht es eine schon bekannte Strecke zunächst nach St. Kitts, wo wir eine Nacht vor Anker verbringen.

Eustatia 59

In der Meerenge zwischen St. Kitts und Nevis sehen wir auf dem Kartenplotter ein rotes AIS-Signal ganz in unserer Nähe. Beim Klick darauf erscheint die Information: Mann über Bord. Wir halten Ausschau, finden aber nichts. Das Signal scheint in unserem Kielwasser zu verschwinden, begleitet uns dann aber weiter. Wir überlegen, ob etwas an unserem Ruder hängengeblieben sein könnte. Unsere eigenen AIS-Transponder, die für Nachtfahrten gedacht sind, scheiden aus, da sie nach Peters Meinung auf die Kennung der Florentine programmiert sind. Am Ankerplatz tauchen Jochen und Kathrin nicht nur den Sitz des Ankers, sondern auch das ganze Schiff mehrfach ab, finden aber außer einem glatten Rumpf ohne Muschelbewuchs nichts.

Auch am nächsten Morgen begleitet uns das rote Signal auf unserer Fahrt nach St. Eustatia, einer kleinen holländischen Enklave in der Karibik. Und plötzlich kreist der Hubschrauber der niederländischen Küstenwache über uns und funkt uns an: „Ihr habt da ein Mann-über-Bord-Signal in eurem Kielwasser!“ Antwort: „Ja, wissen wir schon, wir haben auch schon alles abgetaucht, finden nichts. Bitte ignorieren.“

Wir legen uns in St. Eustatia an eine Mooringboje und schnorcheln nochmal den gesamten Rumpf ab. Wieder nichts zu sehen. Ob vielleicht doch unsere persönlichen Transponder…? Wir schauen nach und tatsächlich: Einer der beiden blinkt! Wie sich das System ausgelöst haben kann, ist uns schleierhaft, der Auslöseknopf ist durch eine stabile Plexiglasabdeckung sicher geschützt. Da muss doch ein Klabautermann…. Wir setzen das Signal zurück und prompt erlischt auch das rote Signal auf dem Kartenplotter. Wir überlegen noch kurz, ob wir die Küstenwache informieren sollen, beschließen aber dann, die Sache auf sich beruhen zu lassen, womöglich werden wir sonst noch für den Hubschraubereinsatz zur Kasse gebeten.

Eustatia 08

St. Eustatia oder Statia, wie die Einheimischen sagen, ist eine verschlafene Insel abseits vom großen Yachttourismus. Wir klettern einen alten Sklavenpfad an der Steilküste empor und finden uns in einer Mischung aus karibischem und holländischem Dorf wieder. Peter besucht den Dorfbarbier, na ja, wächst ja wieder!

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Holland in der Karibik

 

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Die Festung von St. Eustatia

 

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Auch eine Möglichkeit des Recyclings

 

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So farbenfroh sind hier die Nummernschilder

Am nächsten Tag machen Jochen und Siggi eine Wanderung zum Vulkankrater und wir waschen und putzen das Schiff.

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Der alte Sklavenpfad

 

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Siggi liebt Conch-Muscheln

 

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Erschöpft nach dem Aufstieg zum Krater

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Abends erreicht uns eine traurige Nachricht: Peters Mutter ist plötzlich gestorben und wir müssen so schnell wie möglich zurück nach Deutschland.

Statistik:

Jolly Harbour –St. Kitts: 43 sm, Hafengeld keines,

St. Kitts – St. Eustatia: 27,5 sm, Hafengeld: 15 US$

St. Eustatia – St. Martin: 42,5 sm, Hafengeld St. Martin Port St. Louis: 30 €

Logge gesamt seit Heeg: 7001 sm

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