Wieder unterwegs

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Sie kann es noch! Nach zwei Monaten Liegezeit haben wir heute Morgen um neun Uhr Ortszeit in Washington die Leinen gelöst und Florentine auf den Potomac River hinaus manövriert. Und die Gute tut brav ihren Dienst wie eh und je.

Zwei Wochen Sightseeing in Washington waren nun auch genug, wir haben fast alle Museen abgeklappert, viel Nationalstolz besichtigt und zornrote Köpfe im Museum für amerikanische Geschichte bekommen ob der doch etwas einseitigen Sicht auf die Dinge. Am besten besucht in diesem Museum war die Abteilung der ehemaligen Präsidenten und der ehemalige First Ladies. Von letzteren waren die Roben ausgestellt, in denen sie die Amtseinführung des jeweiligen Gemahls begleiteten und das Geschirr, das wohl mit jeder First Lady neu ins weiße Haus einzieht. Viel Goldrand, sag ich nur… Die Krönung der Exponate bei den Präsidenten waren ein Pyjama und Hausschlappen von Mr. Truman. Man stelle sich mal vor, es würde in Deutschland ein Schlafanzug von Helmut Kohl oder ein Nachthemd von Angela Merkel im Museum zur Schau gestellt. Die Nation würde Tränen lachen!

Allenthalben wird der Gefallenen aus den vielen Kriegen gedacht, allerdings nur der amerikanischen. Und sie scheinen ihre Kriege zu lieben, die Amis.

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Korea-Krieg-Memorial

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Man sieht ihnen an, wie unwohl sie sich fühlen

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Vietnam-Krieg-Memorial, gestaltet wie ein Schützengraben

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Ein weiteres Erlebnis war der Besuch des Kapitols, gegen die Einlasskontrollen sind die Securitychecks an den Flughäfen schon eher lasch. Pompöse Räume, viel Marmor, viele Statuen und hunderte Touristen, na ja, wir sind ja auch welche.

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National Congress Library

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Lesesaal der National Congress Library

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Im Kongress

 

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…. waren wir nicht alleine

Eine halbe Stunde haben wir auf der Besuchergalerie des Senats verbracht, in Erwartung einer Sitzung. Aber die Herren Senatoren waren wohl doch länger zu Tisch und nachdem Kathrin zum zweiten Mal ermahnt worden war, die Ellenbogen nicht auf die marmorne Brüstung zu lehnen, haben wir den Raum lieber verlassen, bevor wir uns noch zu weiteren Peinlichkeiten verstiegen hätten.

Auf dem Heimweg von unseren Ausflügen fielen wir jedes Mal aus der U-Bahn direkt in den Safeways Supermarkt hinein und verließen ihn immer voll bepackt. Wer weiß, wann wir wieder einen Supermarkt in so schön fußläufiger Nähe haben.

Einige Tage war es so schwül, dass wir nur wie zwei nasse Lappen auf der Florentine herumhingen und ab und zu zum Abkühlen in die klimatisierten Duschräume flüchteten.

Ein Tipp von Jana hat uns super gut gefallen, der alte Stadtteil Georgetown. Viel kleine (und feine) Geschäfte, Straßencafes und Häuser aus dem 19. Jahrhundert. Nicht umsonst einer der teuersten Stadtteile Washingtons, hier wohnt unter anderem Madeline Albright…

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Hier wird auch für die Hunde der edlen Kundschaft edel gesorgt

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Zu guter Letzt wurden wir noch mal von dem Präsidenten der Seven Seas Sailing Association in den Club eingeladen. Wir brachten einen Trans-Ocean-Stander mit und erhielten im Gegenzug einen Wimpel des Capitol Yacht Clubs mit Händeschütteln , warmen Worten und kaltem Bier. Und dann haben sich die Herren mit uns hingesetzt und uns verraten, wo es auf unserer weiteren Route am schönsten ist, wo man unbedingt hin muss und was man eher vermeiden sollte. Nicht genug, wir bekamen einen Stapel Hafenhandbücher und Seekarten in die Hand gedrückt mit den Worten: Ihr seid ja im Oktober wieder in der Chesapeake Bay, da treffen wir uns und ihr gebt uns das Zeug zurück.

Der letzte Abend verklingt am Hafen mit verträumter Live-Musik, auf Bänken und Liegestühlen sitzen junge und alte Paare, Familien und viele Hundebesitzer, die beim abendlichen Gassigehen ein kleines Päuschen eingelegt haben.

Jetzt ankern wir in einem Seitenarm des Potomac River.

Statistik:

Hafengeld Gangplank Marina, Washington: 540 $ pro Monat

Duschen Note 2

Logge gesamt seit Heeg: 9083 sm

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2 Antworten zu “Wieder unterwegs

  1. Das habt Ihr sehr gut und auch kritisch beschrieben. Ein kleiner Beitrag fuers TO Heft??? Cheers, Klaus

  2. Hallo Ihr Lieben,
    endlich geht die Reise für Euch weiter. Die Einreiseformalitäten sind in den USA wirklich zum abgewöhnen. Ich wünsche Euch viele nette Gespräche, einen schönen Sommer und tolle Entdeckungen.
    Petra

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