Leben im Tropenparadies

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Badespaß im Busch: Süßwasser!!!

Außentemperatur: um die 30 Grad, Luftfeuchtigkeit: knapp 100 Prozent. Bewegung: nur wenn unbedingt nötig. Warum auch bewegen? Wir müssen nur leicht den Kopf anheben und blicken von Bord aus in ein üppig grünendes und blühendes Tropenparadies. Frisches Obst wird uns von Skyfe mit seinem Bambusfloß direkt bis an die Bordwand geliefert. Um musikalische Unterhaltung müssen wir uns auch nicht kümmern. Spätestens mit Einbruch der Dunkelheit werden wir aus allen Richtungen mit drei verschiedenen Stilrichtungen beschallt. Hip Hop und Pop machen dem Reggae hier ordentlich Konkurrenz. Ah, wir haben’s schon schwer …

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Blick aus Florentines Cockpit in unser Tropenparadies

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Das ist nicht der Gärtner, sondern Reggaeman Noel, der uns seine CD mit „real oldfashioned Reggae“ verkauft hat. „Yaa, Mon!“

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Und das ist unser Obstlieferant Skyfe mit seinem Bambusfloß.

Aber dann haben wir uns doch noch zu einer Expedition ins Landesinnere aufgerafft, dank der ortskundigen Crew des österreichischen Katamarans Pink Panther, die uns eingeladen hat, sie auf einem Ausflug mit dem Leihwagen zu den Reach Falls und ein paar netten Stränden und Buchten zu begleiten. Danke, dass ihr uns aus unserer Trägheit befreit habt, liebe Bettina, lieber Hans!

Allein schon die Autofahrt entlang der Küste ist ein Erlebnis. Nur selten kann man die erlaubten 50 km/h ausfahren. Schlaglöcher erziehen zu einer moderaten Fahrweise und geben ausreichend Zeit, die schöne und fruchtbare Landschaft und die kleinen Orte in der Vorbeifahrt beim Blick aus dem Seitenfenster zu genießen. Zwischendurch ein Fotostopp an der berühmten Blauen Lagune und eine kleine Erfrischung am Long Beach von Portland. Dann geht es weiter ins Landesinnere, die Reach Falls sind unser Ziel, einer von zahlreichen Wasserfällen für die Jamaica berühmt ist.

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Blühende Landschaften in Jamaica

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Die berühmte Blaue Lagune

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Strandspaziergang in Long Beach

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Ausflugsfloß

Im Eintritt von 10 US $ pro Person ist die Begleitung durch einen persönlichen Rettungsschwimmer beim Bad in dem riesigen, natürlichen Süßwasserpool unterhalb des Wasserfalls enthalten. Wer sich traut, kann unter den Wasserkaskaden hinwegtauchen und sich ein wenig in kleinen Grotten  gruseln. Für ein paar Dollar extra fanden sich dann auch noch ein paar einheimische Führer, die mit uns den wilden Flusslauf und die Stromschnellen oberhalb des Wasserfalls erkundeten. Für die Beschreibung dieser Exkursion reichen keine Worte, darum hier ein paar Bilder:

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Das verspätete Mittagessen haben wir auf der Rückfahrt am Nachmittag an einer der typisch karibischen Grillstationen eingenommen. Das Angebot ist übersichtlich, aber lecker – zumindest, wenn man zu den Fleischfressern zählt: Jerk Chicken oder Jerk Porc – sehr kross gegrillte Hühnchen- bzw. Schweinestücke, die mit einer höllenscharfen Soße serviert werden, eben jener namensgebenden Jerk-Soße. Als Beilage werden süßes Brot und Reis gereicht.

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Spätes Mittagessen mit der österreichischen Pink-Panther-Crew. Jerk chicken und jerk porc werden traditionell und überall in der Karibik in Styropor serviert

Seit zehn Tagen leben wir nun in der Marina von Port Antonio, am Ostende Jamaicas, unter den aufgespannten Sonnensegeln, die sich auch als Regensegel bewährt haben. Doch auch die täglichen Tropenschauer bringen keine Abkühlung. Aber wir haben es ja nicht anders gewollt; im Gegenteil: Uns geht es saugut. Die kleine Marina ist eine der besten, die wir bislang kennengelernt haben. Stabile Betonpier, Wasser, Strom und Fäkalienabsaugung an jedem Liegeplatz und dazu auch noch ein nettes Restaurant mit Swimmingpool, günstige Waschmaschinen und erstklassige Duschen. Da will man doch gar nicht mehr weg. Aber wir müssen!

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Das Clubhaus der Marina Port Antoni

In einem Monat beginnt die Hurrikanzeit und bis dahin müssen wir auf den ABC-Inseln in Curacao sein, wo wir bereits für Florentine ein sicheres Plätzchen auf dem Trockenen reserviert haben, um einige Wartungs- und Anstricharbeiten erledigen zu können. So blicken wir immer mit einem Auge auf das Wetter, denn vor uns liegen jetzt 600 Seemeilen gegen die vorherrschende Windrichtung. In ein paar Tagen könnte sich eine Flaute für uns als Wetterfenster auftun. Wir würden dann unter Motor Strecke nach Osten gutmachen und uns dann mit dem aufkommenden Ostwind nach Süden blassen lassen. Soweit der Plan …

Statistik:

Oracabessa Bay –Port Antonio ,30 sm, Hafengeld 40 €, Duschen Note 1

Gesamtstrecke seit Heeg: 13391sm

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Eine Antwort zu “Leben im Tropenparadies

  1. Ahoi Katrin und Peter!
    Schön von euch zu lesen! War bis 13.April mit der AIDAluna in der Karibik unterwegs, u.a. je 4x Ocho Rios, Montego Bay, Grand Cayman… leider habe ich euch verpasst!?!
    Wir segeln diesen Sommer wieder 3 Monate Ostsee…
    Euch noch eine gute Zeit und beste Grüße,
    Klaus und Petra

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