Bonaire – die Ruhe vor dem Sturm

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Die ABC- Inseln gehören eigentlich zu den hurrikansicheren Gebieten – eigentlich…

Denn seit 5 Tagen bewegt sich eine Tropical Wave auf ungewohnt niedrigen Breitengraden nach Osten und seit heute hat das Kind auch einen Namen: Matthew.

Matthew hat sich zum Tropensturm gemausert und hat gute Chancen im Laufe der nächsten Tage zum Hurrikan aufzusteigen. Matthew zieht momentan über die kleinen Antillen hinweg und droht uns auf Bonaire zumindest zu streifen.

Seit 4 Tagen gibt es unter den Seglern hier kaum ein anderes Gesprächsthema. Die Bucht vor Kralendijk ist nach Süden – Südwesten offen, da kommt der Wind und vor allem die Welle so gut wie nie her, meist herrscht hier Passatwind aus östlichen Richtungen. Außer jetzt, wenn Matthew vorbeizieht.

Die 45 Mooringtonnen an der Waterfront sind dann nicht mehr sicher, denn die Wellen sollen sich wohl genau an der Riffkante brechen. Also setzte am Montag der Run auf die sicheren Marinaplätze ein. Wir waren um 8:10 am Marinaoffice mit dem Dinghi vorgefahren und schon die vorletzten in einer langen Schlange. Unser Glück war, dass große Katamarane abgewiesen wurden und nach Curacao segeln mussten. So konnten wir den vorletzten Liegeplatz ergattern und fühlen uns jetzt erst mal zwischen zwei „Dicken“ sicher.

Wie heftig es werden wird, weiß keiner genau, auch der Marinamanager ist aufgeregt, er hat so eine Wetterlage noch nicht erlebt. Der Hafen ist voll, jedes Plätzchen ist belegt, auch die lokalen Fischer- und Tauchboote haben hier her gewechselt. Ob der Wasserspiegel wirklich um einen Meter steigen wird, ob die Wellen in die Marina hineindrücken, ob es Windgeschwindigkeiten um 40 bis 50 Knoten geben wird – keiner weiß es genau.

Momentan – 21 Uhr Ortszeit – herrscht Flaute, es ist schwül, die Mücken beißen und die Seglergemeinde trifft sich in der Zazu-Bar, wo mittwochs immer Burgertag ist. Hier ist richtig was los heute und natürlich gibt es nur ein Thema: Matthew.

Wir berichten live und vor Ort weiter!

Statistik:

Willemstad Curacao – Klein Curacao, 15 sm, Hafengeld 0 € (Mooring Ausflugsboot)

Klein Curacao – Kralendijk Bonaire, 26 sm, Hafengeld Marina Harbour Village 36 € / Tag, Dusche Note 4, bzw. 10 € / Tag (Mooringtonne mit Eimerdusche)

Strecke: 15012 Seemeilen

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5 Antworten zu “Bonaire – die Ruhe vor dem Sturm

  1. Hallo ihr beiden, wir verfolgen Eure Berichte seit über einem Jahr und nun muss ich doch mal schreiben und mich für die vielen Berichte bedanken.
    Alles Gute für Euch, wir drücken ganz doll die Daumen für einen gnädigen Wind!
    Viele Grüße aus Hamburg und zur Zeit Großenbrode, wir gehen übermorgen aus dem Wasser.

    Geli und Ralph

  2. Hallo Ihr Lieben.
    Kluger Rat aus der Heimat: Wegducken und abwettern. Hauptsache, ihr habt die Nordwester dabei und einen Henkelpott für den Rotwein. Wir denken an euch und grüßen herzlich – mit einem gut gekühlten Weißen.

  3. Liebe Kathrin, lieber Peter, wir drücken ganz fest die Daumen, dass es nicht so schlimm wird wie befürchtet! Mit vielen lieben, etwas sorgenvollen Gedanken an Euch, Gabi und Mirko

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